00:00:04: Was man nicht vergessen darf ist, dass es selbst auch Spaß macht.
00:00:08: Dass es auch sinnstiftend ist wenn man da hilft und unser Ziel ist natürlich das irgendwann in die Regelversorgung zu bringen.
00:00:15: Dass wir auch tatsächlich nachweisen können, dass wir damit einen ganz ganz wichtigen Punkt in der Gesellschaft ansprechen, der sonst vielleicht gar nicht so gut und unkompliziert zu lösen ist.
00:00:31: Junge Menschen fühlen sich manchmal überfordert gestresst oder auch allein gelassen und wissen nicht wohin Anrufen, wo?
00:00:38: Termin machen wann?
00:00:40: Alles erklären.
00:00:41: Das schaffen nicht alle allein!
00:00:43: Eine Anlaufstelle im analogen Leben können Safe Space Apotheken sein.
00:00:48: Wieso eine Safe Space-Apotheke jungen Menschen bei ihren Problemen genau hilft, erklärt Apothekin-Inhaber Gerrit Nattler aus Gelsenkirchen.
00:00:57: und damit herzlich willkommen beim PTA-Funk dem Podcast für PTA und alle die neugierig sind auf die Arbeit in der öffentlichen Apotheke.
00:01:06: Ich bin Julia Pflegel, die Chefredakteurin von das BTR-Magazin.
00:01:10: Unsere Website ist in den Shownotes unter dem Podcast verlinkt.
00:01:13: Viel Spaß beim Zuhören und Liken nicht vergessen!
00:01:29: Die
00:01:30: Bewegung Our Generation Z oder Generation Z sieht in den Vorortapotheken.
00:01:36: Also, den öffentlichen Apotheken, Safe Space ist für Jugendliche.
00:01:41: Was bedeutet denn Safe Space-Apotheke in diesem Zusammenhang?
00:01:45: Also, Safe space ist ja erst mal ein Raum, indem man sich sicher fühlt und die Jugendlichen selbst – das ist ganz spannend – haben sich die Apotheaken ausgesucht und gesagt, dass könnte ein Safe Space sein, den wir aufsuchen wenn wir Herausforderungen haben Und diese Herausforderungen können ganz manigfaltig sein, genauso wie die Jugendlichen auch unterschiedlich sind.
00:02:05: Das Interessante an der Sache ist eben dass die Jugend tatsächlich die Apotheke ausgewählt hat und damit liegt auch glaube ich schon einfach ein Auftrag tatsächlich vor und das zeigt glaube ich auch, außerhalb der Apotheker-Bubble manchmal ganz anders wahrgenommen wird, als wir uns selbst sehen.
00:02:23: Dass also Apotheke viel mehr sein kann als einfach ein Ort an dem man Medikamente abgibt oder auch dazu berät oder vielleicht auch Arzneimittel herstellt sondern für die jungen Leute ist Apotheken tatsächlich einfach ein sicherer Ort wo man hingehen kann und wo man sich auch äußern kann zu Herausforderung, die man vielleicht sonst mit niemandem so besprechen will.
00:02:45: Sie haben ja schon ein bisschen angesprochen.
00:02:47: Warum beteiligen sie persönlich sich mit ihren vier Apotheken an dieser Initiative?
00:02:53: Also der Hauptgrund ist natürlich, dass Apotheke sich verändern muss und das wir uns positionieren müssen.
00:03:00: außerhalb der einfachen Arzneimittelabgabe will ich es mal so sagen.
00:03:04: Und da ist es dann natürlich auch gleichzeitig ein Auftrag, wenn eine ganze junge Generation ankommt von der alle sagen, die sind so Internet-Affin.
00:03:11: Die kennen die Apotheke gar nicht und sagen mal wir sehen in der Apotheker etwas was ihr selbst bisher vielleicht noch gar nicht gesehen habt.
00:03:18: Das finde ich einfach total spannend.
00:03:20: also erstmal Ich möchte meine Apotheken natürlich in die Zukunft führen.
00:03:23: Ich möchte meinen Mitarbeiterinnen richtig cooles Konzept verlegen weil das macht ja auch denen unheimlich Spaß.
00:03:30: Und auf der anderen Seite ist es etwas, wo wir sagen, Wir können die Apotheke der Zukunft mitgestalten tatsächlich unabhängig von allen politischen Diskussionen.
00:03:40: Sondern einfach mal Fakten schaffen und sagen, Apotheken kann so viel mehr sein und kann so in der Gesellschaft verankert sein.
00:03:47: Das macht mir auch persönlich total viel Spaß zumal ich selbst drei Kinder habe.
00:03:51: Der Älteste ist fünfzehn also passt ziemlich genau in diese Zielgruppe rein.
00:03:55: Und das sind natürlich auch Punkte, wo ich zu Hause auch sehe Mensch Die Generation entwickelt sich natürlich anders, als wir uns entwickelt haben.
00:04:03: So wie wir uns anders entwickelt haben, wie es bei unseren Eltern oder Großeltern war und das ist ein Punkt.
00:04:08: wirklich diese Sorgen dieser Herausforderungen die die haben, die eben nicht so einfach mit jedem teilen können weil sie immer gleich denken müssen dass landet vielleicht auch Social Media oder wird für Mobbing genutzt da ist die Apotheke einfach einen richtig sicherer Ort also so ein Safe Space.
00:04:23: Sie haben ja schon gesagt, dass die jugendlichen, jungen Erwachsenen mit ihren Problemen in die Apotheke kommen können.
00:04:31: Können sie da noch ein bisschen konkreter werden?
00:04:33: Um welche Themen geht's da ganz konkret?
00:04:36: Also es ist wirklich sehr, sehr unterschiedlich!
00:04:38: Ich hatte jetzt persönlich am letzten Freitag zum Beispiel... Da war der Feiertag am Donnerstag und freitag war an Brückentag.
00:04:44: Da kam eine junge Frau in die apotheke, Ich war in der Türkei für eine Woche, bin zurückgeflogen.
00:04:51: Seit ich aus dem Flugzeug steige, habe ich immer in der Kniekehle so ein leichtes Brenn, so einen leichten Schmerz und meine ganzen Freunde machen mich jetzt verrückt das hat ne Trombosis!
00:05:01: Ich trau mich damit aber nicht zum Arzt zu gehen weil ich persönlich glaube nicht dass es ne Trombrosis ist.
00:05:05: und damit jetzt in den Notfallpraxis.
00:05:07: da kommt mir irgendwie seltsam vor.
00:05:09: mit meinen Eltern will ich da auch gar nicht so gerne drüber sprechen weil die sowieso nicht wollten dass sich in die Türkeifliege mit meinem Freund und jetzt stehe ich da können Sie sich das mal angucken ist jetzt natürlich kein Herausforderung, wo wir sagen Mensch das ist jetzt Raketenwissenschaft.
00:05:21: Aber die wollte überhaupt keinen Produkt kaufen sondern das zeigt tatsächlich... Die hat sich einfach mal bei uns geöffnet weil sie wusste wir rennen nicht direkt danach zu den Eltern.
00:05:31: Wir sprechen dann auch nicht mit dem Freund Wir sind da du brauchst keinen Termin haben.
00:05:36: und wenn es jetzt so gewesen wäre dass ihr reinkommt und denkt Menschen das sind aber alles Leute mit denen will ich darüber vielleicht nicht sprechen.
00:05:42: Dann kann man auch wieder rausgehen ohne dass man irgendeinen Stigma hat und denkt Mensch guck mal Die oder derjenige kommt jetzt aus der Apotheke raus und der hat bestimmt das und das Anliegen gehabt, sondern es ist so neutral.
00:05:53: Und das kommt unheimlich gut an.
00:05:56: Und dann sind es natürlich auch etwas, ich sage mal härtere Dinge die vorkommen.
00:06:00: Es kamen Jugendliche Das war noch zu der Erprobungsphase des Safe Space Apotheken in die Apotheker, die sagte meine Eltern möchten gerne dass sich eine geschlossene Anstalt komme aufgrund von psychischen Problem.
00:06:12: Ich möchte da aber überhaupt nicht hin.
00:06:14: wie soll ich denn damit umgehen?
00:06:17: Und da konnten wir sehr, sehr schnell die peer-to-peer Selbsthilfe der Our Generation Set anfunken.
00:06:23: Das heißt dann telefoniert so ein Jugendlicher mit einem anderen Jugendlichen, der zwar keine Vollausbildung in dem Bereich hat aber begleitet wird von der FU Berlin, sodass sie auch wissen wie die mit solchen Dingen umgehen können.
00:06:36: und das war jetzt zum Beispiel jemand, der selbst mal eine Herausforderung hatte und in einer Psychiatrie war und er hat dem jungen Mädchen gesagt dass das Beste was dir passieren kann So viele Menschen warten auf so einen Platz.
00:06:49: Nimm das, ah!
00:06:50: Das kann dir
00:06:50: helfen.".
00:06:51: Und da ist es dann natürlich so... dass es ein Unterschied macht ob dieses junge Mädchen, vierzehn oder fünfzehn war die mit dem Gefühl in die Klinik geht, dass es auch alles misst hier und das hilft mir sowieso nicht?
00:07:04: Oder sagt Mensch ich lass das wenigstens mal auf mich zukommen.
00:07:07: Und das haben uns auch die Eltern wieder gespiegelt, die gesagt haben, das hat uns tatsächlich auch im Konflikt der Familie erspart oder deutlich verbessert.
00:07:15: Und der richtige Clou ist, weswegen ich die Geschichte auch gerne so erzähle und sie es auch tatsächlich war.
00:07:20: Dass die junge Frau inzwischen selbst Mitglied der Our Generation seid.
00:07:25: Die ist rausgekommen hat gesagt das hat mir echt gut getan.
00:07:27: aber was mir vor allen Dingen gut getan hat ist dieser positive Zuspruch vorher auf einer Pierebene Und ich möchte selbst, wenn mal jemand Herausforderung hat dem gerne auch helfen und das ist natürlich dann Prävention par excellence.
00:07:39: Super Sie haben jetzt groß betont der Fokus liegt auf niederschwelliger Beratungen.
00:07:46: Welche Rolle spielt denn dabei?
00:07:48: Wir richten uns mit pdr funke an die pharmazeutisch technischen Assistentinnen.
00:07:53: Welche Rolle spielt da die PTA im Konzept Safe Space Apotheken?
00:07:56: Also, die Pta ist da wie bei jedem anderen Kunden eigentlich auch.
00:08:00: Die erste, die an der Front steht wenn ich das mal so salopp sagen darf.
00:08:04: Das sind ja die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die in der Regel den meisten Kundenkontakt haben und die auch sehr empathisch sind.
00:08:11: Das darf man nicht vergessen!
00:08:13: Die Standard-Pta, die ich kenne, ist so empathisch dass sie wirklich das Vertrauen der jungen Menschen rechtfertigt und auch einfach die Menschen dazu ermuntert, wirklich über die Herausforderung zu sprechen.
00:08:27: Das ist ja nicht immer so dass ein junger Mensch wie ich gerade sagte in die Apotheke kommt und sagt Ich habe da explizit einen Problem sondern es ist ja häufig auch so dass sich aus einem Beratungsgespräch etwas entwickelt wo man sagt Pass mal auf!
00:08:40: Da können wir dir vielleicht noch weiterhelfen.
00:08:41: hast du schon Mal von der Initiative Our Generation Set?
00:08:45: hast Du schonmal von der initiative Safe Space gehört?
00:08:48: Und dafür braucht es natürlich eine gewisse Vertrauensebene und da sind PTAs einfach perfekt dafür geeignet.
00:08:55: Sie hatten eben die FU Berlin erwähnt, können sie nochmal aufzählen mit welchen anderen Fachberatungsstellen?
00:09:02: Sind sie vernetzt?
00:09:03: Also der wichtigste Punkt war für uns natürlich, als wir angefangen haben.
00:09:06: Dass wir erstmal die Politik mitgenommen haben und die Enterdies in der Stadt gibt.
00:09:11: also mein erster Weg ist da zum Beispiel in Drossen oder auch in Gelsenkirchen zum Jugendamt gewesen weil es natürlich klar ist wenn das da irgendwie heißt Die Apotheke macht darauf was mit Jugendlichen.
00:09:20: Das spricht sich ja dann schnell mit Mund-zu-Mundpropaganda auch rum Und da war's mir ganz wichtig zu sagen Wir wollen überhaupt niemanden ersetzen wir können auch nichts besser Und wir sind keine Profis in irgendeinem Bereich, sondern wir sind die Profis zuzuhören und überhaupt da zu sein.
00:09:35: Ein Gefühl zu geben du bist in dem System angekommen aber nicht gefangen und wir lotzen dich an die richtigen Stellen in deinem
00:09:42: Umkreis.".
00:09:44: Das kam sehr gut an.
00:09:45: also natürlich war der eine Jugendamtsleiter der erst mal sagte ja weiß ich jetzt auch nicht ob das alles so richtig ist ihr seid gar nicht ausgebildet.
00:09:52: Aber nach zwei, drei Monaten, nachdem wir das Konzept einfach mal rund gemacht haben, hat er tatsächlich auch gesagt es könnte tatsächlich auch mal umgekehrt sein dass das Jugendamt mal uns als Safe Space Apotheke mit hinzuzieht und sagt pass mal auf neben dem Ganzen was wir als Jugendamt anbieten können.
00:10:07: Ist es vielleicht gar nicht schlecht dann noch jemanden mit an der Seite zu haben wo man auch mal offen darüber sprechen kann?
00:10:12: Wo man vielleicht auch mal mit einem anderen Jugendlichen sprechen kann.
00:10:15: Und genauso ist es gelaufen, dass ich mich eben bei einem Schulen vorgestellt habe das Konzept vorgestellt hab.
00:10:21: Ich habe mich beim Bürgermeister jeweils vorgestellt die wissen also auch Bescheid in Dosten der hat sogar die Schirmherrschaft übernommen und dann ist natürlich die ich nenne das mal Fleißarbeit da dass wir Kontakt zu Selbsthilfegruppen aufgebaut haben, das wir Kontakt zur Kliniken aufgebaut hat.
00:10:36: Dass wir Kontakt mit vielen anderen Hilfsangeboten aufgebaut haben und auch mal in der Kartei übernommen haben um einfach zu schauen was gibt es denn tatsächlich bei uns vor Ort für Angebote?
00:10:46: Wenn ich dann im Jugendlichen sage ja da musst du nicht einmal bei der Karitas melden Dann ist der Kontakt vorbei sondern das muss ganz explizit am besten ein begleiteter Übergang sein Und das kommt wirklich sehr gut an.
00:10:59: Es ist tatsächlich aber auch so, dass diese Lotsenstruktur bisher nicht so häufig in Anspruch genommen wird.
00:11:06: Sondern es ist bis jetzt meistens so, das wir in der Apotheke tatsächlich ein Großteil einfach vielleicht lösen können weil es tatsächlich auch ein medizinisches Problem ist.
00:11:15: Nicht, dass wir jetzt irgendwie medizinisch tätig werden Aber wie jetzt bei dem Beispiel was ich quad genannt habe mit der Thrombose da können wir eben schon helfen.
00:11:23: Und auf der anderen Seite nimmt ein ganz großer Teil auch die Our Generation Set, von der ja die Initiative kommt.
00:11:29: Auch ab indem wir sagen telefonier mal mit einem Jugendlichen!
00:11:33: Das ist ja keine Vorortstruktur in dem Sinne, sondern es ist ein Deutschlandweiterverein und da ist den Jugendlichen dann auch egal ob sie aus Dorsten oder Gelsenkirchen mit jemandem aus der Region telefonieren oder mit jemanden aus Hamburg Hauptsache ist es jemand, der zu einem passt.
00:11:47: Und das wird wirklich sehr gerne angenommen zumal eben auch die Möglichkeit besteht, das Ganze digital zu machen.
00:11:53: Also sprich mit einer Sprachnachricht oder mit einer WhatsApp- oder über den Instagram Account der Our Generation Set.
00:12:00: Das ist genau das Medium was sie halt sehr häufig nutzen wollen denn viele sind auch schon angebunden irgendwo und haben dann einfach das Bedürfnis nochmal auf einer ganz anderen Ebene anzusetzen.
00:12:12: und da kann die Safe Space Apotheker einfach total helfen.
00:12:15: Sie haben die Selbsthilfegruppen genannt, die Ämter, die Schulen.
00:12:19: Haben Sie Feedback von Ärztinnen und Ärzten zu dieser Initiative erhalten?
00:12:24: Wenig.
00:12:24: Bis jetzt ist es tatsächlich so, ich habe es natürlich vorgestellt auch bei einzelnen Ärzten und ÄrztInnen Und wir hatten tatsächlich auch mal einmal einen Fall dass ein Arzt gesagt hat der Mutter Mensch da könnte sich ihre Tochter doch vielleicht einfach meine Safe Space Apotheke melden.
00:12:37: Ich hab gehört die machen sowas Aber ansonsten haben wir da relativ wenig Rückmeldung, allerdings auch keine Kritik.
00:12:44: Also es ist nicht so, dass sie davon abraten und sagen Mensch das können doch die Apotheken eigentlich gar nicht alles leisten weil wir von Anfang an klar gemacht haben Wir wollen überhaupt niemanden ersetzen.
00:12:53: aber wir sehen ja, dass es Herausforderungen gibt Nicht nur in der Jugend, aber speziell auch in der Jugend Gerade im psychischen Bereich.
00:13:00: alle Studien besagen Ja, dass da neue Konzepte braucht Weil die Hilfen nicht so ankommen Und da können wir aus meiner Sicht eine wirklich sehr, sehr gute Alternative darstellen.
00:13:10: Das kommt glaube ich auch so rüber und das ist wichtig.
00:13:14: Vor kurzem gab es einen Fall mit einer falschen Internetseite mit dem Safe Space Apotheken Label.
00:13:21: Da wurden wohl Daten von Hilfesuchenden Jugendlichen gesammelt.
00:13:27: Wie gefährlich ist das?
00:13:28: Wenn Jugendliche nur online Hilfe suchen, ist gar keine Anlaufstelle gibt.
00:13:34: Ja, also das ist eine Herausforderung.
00:13:36: Das ist klar.
00:13:36: aber wir müssen natürlich auch ganz klar sagen dass das genau der Fall ist, der tausendmal jeden Tag in Deutschland im Netz sowieso passiert.
00:13:45: Also es ist eben genau die Herausforderung, dass junge Menschen schwer unterscheiden können genauso wie häufig eben auch andere.
00:13:53: Wir fallen ja viel auf Fake News rein was jetzt tatsächlich Ernst gemeint ist, wo auch wirklich nur Hau dahinter steckt und guter will.
00:14:01: Und wo eben vielleicht nicht oder einfach nur ein Geschäftsinteresse dahinter steht?
00:14:05: Also ja diese falsche Internetsadresse gab es da war auch die Polizei involviert und das ist inzwischen auch aufgedeckt worden.
00:14:10: Da ist natürlich wichtig dass alle Safebase-Apotheken auch aufpassen, dass kein Schindluder mitgetrieben wird weil das sind natürlich sensible Themen die man nicht irgendwo hinterher veröffentlicht haben möchte aber wie gesagt die Herausforderung rein im Internet ausgenutzt wird, auf irgendein Influencer-Reihenfeld oder auf irgenden Unternehmen mehr Reihenfeld was nur Gewinne machen möchte.
00:14:36: Die gibt es da brauchen wir auch lange nicht drum herumreden.
00:14:38: und ich glaube genau das ist die Stärke dass wir vor Ort als Apotheke diese Vernetzung zwischen den Lebenswelten online und offline herstellen können Und das eben umso mehr Apotheken mitmachen auch tatsächlich flächendeckend.
00:14:55: Das ist eine ganz große Stärke.
00:14:57: Und abschließend möchte ich noch sagen, es ist zusätzlich ein Riesenfaust von was wir haben dass alle diese Jugendlichen die in dieser peer-to-peer Selbsthilfe arbeiten In einer Apotheke angestellt sind.
00:15:10: Also das heißt sie sind auch tatsächlich namentlich vom Charakter her und so bekannt.
00:15:15: d.h.
00:15:15: da ist nicht Ich sage jetzt mal Johanna siebzehn Die angeblich peer to peer Hilfe macht und Es Ist Eigentlich Gerrit Vierzig der dahinter steht, sondern das ist tatsächlich namentlich bekannt.
00:15:27: Auch wenn es natürlich so ist dass jetzt zum Beispiel jemand aus Dorsten oder Gelsenkirchen eine Peerhilfe von jedem im Hamburg annimmt aber dann ist dieser in Hamburg auch dort bei einer Safe Space Apotheke angestellt und das bringt natürlich noch mal einen ganz großen Vertrauensbonus mit sich.
00:15:42: Wir sind vertrauens bonus nutzen ja jetzt schon ganz viele Apotheken Wenn sie jetzt Kolleginnen und Kollegen irgendwie das Projekt schmackhaft machen wollten.
00:15:54: Im Moment sind es so etwas mehr als vierzig Apotheken bundesweit, die mitmachen.
00:15:59: Warum sollten sich andere Apothekeinhaberinnen und Inhaber beteiligen?
00:16:04: Also ich glaube eine ganze Menge Gründe habe ich gerade schon gesagt.
00:16:07: was man nicht vergessen darf ist dass es selbst auch Spaß macht das es auch sinnstiftend ist wenn man da hilft und unser Ziel ist natürlich das irgendwann in die Regelversorgung zu bringen dass wir auch tatsächlich nachweisen können, dass wir damit einen ganz wichtigen Punkt in der Gesellschaft ansprechen.
00:16:25: Der sonst vielleicht gar nicht so gut und unkompliziert zu lösen ist.
00:16:29: Gelder für Prävention werden sehr viel ausgegeben manchmal sinnvoll häufig aus meiner Sicht nicht so sinnvoll.
00:16:35: Und wenn wir es eben schaffen, dass sich dieses Safe Space Projekt entwickelt, kann ich mir sehr gut vorstellen auch nach ersten Gesprächen mit Städten und Krankenkassen.
00:16:44: Dass das irgendwann Teil der Regelversorgung wird.
00:16:47: Dann haben wir natürlich einen großen Schritt getan aber das funktioniert nicht, wenn es nur vierzig Apotheken sind.
00:16:53: Na klar da ist noch ein großer Schritt zu tun und Sie sind dabei.
00:16:58: Wir sind dabei!
00:16:59: Es werden jeden Tag mehr.
00:17:00: Das ist das Tolle an dieser Sache.
00:17:02: Zum Abschluss fragen wir alle unsere Gesprächspartner nach dem Aufräger der Woche.
00:17:07: Was hat Sie, Herr Nattler?
00:17:08: Denn in den letzten Tagen so richtig
00:17:11: aufgeregt!
00:17:12: Also tatsächlich habe ich mich aufgereght darüber dass zwei Kollegen ganz explizit mit denen ich mich unterhalten habe an den Struktureformen die jetzt gekommen sind eigentlich nur Negatives gesehen haben Und das passt einfach nicht in meine Welt, weil ich glaube natürlich ist nicht alles Gold was glänzt und wir sind auch nicht in der Goldgräberstimmung in der Apotheke.
00:17:32: Aber das, was da jetzt angeschoben wurde, nicht nur finanziell sondern auch strategisch mit den zusätzlichen Möglichkeiten die Apotheken geben werden Das kann doch uns tatsächlich in eine neue Zeit führen.
00:17:42: Und wenn man das alles klein redet und einfach auch ein bisschen devot vielleicht manchmal einfach sagt, ich kann sowieso nichts machen und selbst nichts unternehmen dann riecht mich das auf weil ich denke jetzt haben wir noch mehr als vorher schon richtig was auf unserer Seite und dieses Momentum müssen wir nutzen und das dürfen wir uns nicht kaputtmachen lassen durch schlechte Stimmung auch wenn ich natürlich das will ich nicht ausklammern verstehe dass nicht alles gold ist was glänzt.
00:18:08: Vielen Dank für die Einschätzung, vielen dank für Ihre Informationen und einen schönen Tag noch.
00:18:13: Tschüss!
00:18:17: Das war unsere aktuelle Episode vom PTA-Funk dem Podcast von das PTA Magazin.
00:18:23: Danke dass Sie uns zugehört haben.
00:18:25: Wir freuen uns über Downloads Likes und Kommentare Und wenn sie ein Thema haben das Ihnen am Herzen liegt einfach an uns schreiben Auf Wiedersehen ihre Julia Pflegel.